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Fallstudie – Löten eines BrizzleBots in einer integrativen Klasse der 3. Klasse: Eine praktische Lernerfahrung

Diese Fallstudie beleuchtet eine inklusive Klasse der dritten Klasse, in der Schüler am Löten eines BrizzleBot, eines Lernroboters, teilnahmen. Sie untersucht den Lernprozess, die Herausforderungen und die implementierten Lösungen, um sicherzustellen, dass alle Schüler, auch Schüler mit besonderen Bedürfnissen, erfolgreich an diesem praktischen Projekt teilnehmen konnten.

Kontext

Die Fallstudie fand in einer gemischten dritten Klasse einer Grundschule statt. Die Klasse war integrativ, mit Schülern mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen, darunter auch Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SEN) wie Legasthenie, ADHS und Autismus. Ziel der Schule war es, MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in den Lehrplan zu integrieren, um die Neugier und das kritische Denken der Schüler zu fördern. Der BrizzleBot, ein einfacher Roboter zur Einführung in grundlegende Konzepte der Elektronik und des Ingenieurwesens, wurde als Projekt ausgewählt, um den Schülern das Zusammenbauen und Löten einfacher Schaltkreise zu ermöglichen und so sowohl Problemlösungskompetenz als auch Kreativität zu fördern. Die Lehrkräfte wollten eine Umgebung schaffen, in der jedes Kind zum Projekt beitragen konnte, wobei Anpassungen an individuelle Bedürfnisse vorgenommen wurden.

Probleme/Herausforderungen

Bei dieser praktischen Lötaktivität traten mehrere Herausforderungen auf:

  • Unterschiedliche Fähigkeitsstufen: Die Schüler verfügten über unterschiedliche Erfahrungsstufen im Umgang mit praktischen Aktivitäten und Elektronik. Einige Schüler hatten Probleme mit der Motorik oder der Konzentration.
  • Komplexität des Lötens: Löten erfordert Feinmotorik und Präzision, was für einige Schüler, insbesondere für diejenigen mit besonderen Bedürfnissen oder eingeschränkter Hand-Augen-Koordination, Schwierigkeiten bereitete.
  • Probleme mit der Aufmerksamkeitsspanne: Einige Schüler, insbesondere diejenigen mit ADHS, hatten Schwierigkeiten, sich während des schrittweisen Lötvorgangs zu konzentrieren.
    Sicherheitsbedenken: Beim Löten werden heiße Geräte verwendet, was insbesondere in einer integrativen Klasse mit jungen Schülern Sicherheitsprobleme mit sich bringt.
  • Differenzierter Unterricht: Es war eine große Herausforderung, sicherzustellen, dass alle Schüler, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Bedürfnissen, an dem Projekt teilnehmen konnten, und erforderte individuelle Unterstützung und Interventionen.

Lösungen

Um die Herausforderungen zu bewältigen, wurden die folgenden Strategien und Lösungen implementiert:

  • Vorbereitendes Training: Vor Beginn der Lötübung wurden die Schüler mit den Grundlagen der Elektrizität, Schaltkreisen und den Komponenten des BrizzleBots vertraut gemacht. Die Lehrer nutzten visuelle Hilfsmittel und praktische Demonstrationen, um das Verständnis sicherzustellen.
  • Aufgabenaufteilung: Der Lötprozess wurde in kleinere, überschaubare Schritte unterteilt. Die Lehrer demonstrierten jeden Schritt langsam und deutlich, sodass die Schüler in ihrem eigenen Tempo mitmachen konnten.
  • Hilfsmittel und Anpassungen: Schüler mit Schwierigkeiten in der Feinmotorik erhielten Hilfsmittel wie größere Lötkolben mit gepolsterten Griffen, um den Lötvorgang zu erleichtern. Einige Schüler nutzten angepasste Werkzeuge oder arbeiteten zu zweit, um sicherzustellen, dass niemand zurückblieb.
  • Unterstützung durch Gleichaltrige: Die Schüler arbeiteten in Paaren oder kleinen Gruppen, sodass diejenigen mit mehr Erfahrung oder stärkeren motorischen Fähigkeiten ihren Mitschülern helfen konnten, was Teamarbeit und Inklusion förderte.
  • Unterstützung durch Lehrer und Lehrassistenten: Lehrer für sonderpädagogische Bedürfnisse (SEN) und Lehrassistenten (TAs) standen zur Verfügung, um zusätzliche Anleitung und praktische Unterstützung zu bieten, insbesondere für Schüler, die direktere Unterstützung benötigen.
  • Konzentration und Pausen: Um Schülern mit Konzentrationsproblemen zu helfen, wurde die Aktivität in kürzere Einheiten mit regelmäßigen Pausen unterteilt. Die Schüler wurden ermutigt, in einer ruhigen, konzentrierten Umgebung zu arbeiten, um Ablenkungen zu minimieren.
  • Sicherheitsprotokolle: Der Klassenraum war mit entsprechender Sicherheitsausrüstung (Schutzbrillen, hitzebeständige Matten) ausgestattet, und vor Beginn der Aktivität wurden klare Sicherheitsregeln festgelegt. Der Lehrer beaufsichtigte die Schüler sorgfältig, um die Sicherheit während des gesamten Ablaufs zu gewährleisten.

 

Dank sorgfältiger Planung und der notwendigen Unterstützung konnte jeder Schüler, unabhängig von seinen Lernbedürfnissen, am Projekt teilnehmen und erfolgreich einen BrizzleBot löten. Die Aktivität vermittelte ihnen nicht nur wertvolle technische Fähigkeiten, sondern förderte auch Teamwork, Problemlösung und Selbstvertrauen.

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